Bier brauen – Kiki‘s erster Versuch

Wie kommt man nur auf diese Idee??? Das fragt ihr euch bestimmt. Tja, und das ist ganz einfach. Man muss nur mit seinem lieben Arbeitskollegen Steve in der Mittagspause da sitzen und über Geburtstags–Geschenkideen nachdenken und schwupp – schon kommt man da drauf!

Also ein klein bisschen verrückt muss man ja schon sein, also entschieden wir uns eine Challenge daraus zu machen. Jeder von uns braut zeitgleich ein Bier und am Schluss wird getestet. Steve fand dann eine Homepage, welche Bierbrau–Sets anbietet. Bei Besserbrauer wurde dann das Starterset bestellt ( für Steve ein IPA und für mich ein Summer Ale).


Und dann war es da – mein erstes Bierbrauset!


Und los ging es. Auf zu meinen Eltern auf die Terrasse. Schliesslich durfte mein Dad ein wenig mithelfen (er will ja schliesslich auch am Schluss eins).

Es war wirklich alles dabei mit einer super Beschreibung und allem was man braucht. Nur – man benötigt einen riesen Kochtopf! So musste der Topf von der Gulaschkanone ran.


Das Maischen - Bierbrauen ist echt eine Kunst

Es mussten 4 Liter Wasser auf 72 Grad erwärmt werden und dann wurde das Malz eingerührt. Danach muss man kontinuierlich umrühren und die Temperatur 60 Minuten lang auf 65–69 Grad halten. Ich sag euch, dass ist gar nicht so einfach ( Gott sei Dank hat Dad einen guten Gaskocher). Am Ende wird dann ganz kurz die Temperatur auf 72 Grad erhitzt – das nennt man „Abmaischen“.


Das Läutern

Hierbei geht es darum, den Restzucker aus dem Malz zu waschen. Dafür muss man über einem separaten Topf das Malz in ein Sieb abschöpfen. Das Malz bildet dann im Sieb einen natürlichen Filter - den Treber. Nun muss man die Flüssigkeit über den Treber in den Topf laufen lassen - übrigens - alles ganz langsam :-)

Währenddessen werden in einem extra Kochtopf 3 Liter Wasser auf 78 Grad erwärmt - den sogenannten Nachguss. Dieser wird dann auch über den Treber ganz langsam abgeseiht.

Die erste Runde läutern ist beendet. Da aber immer noch viel Restzucker enthalten ist, wird die ganze Flüssigkeit nochmals über den Treber abgeseiht. Die aufgefangene Flüssigkeit nennt man Würze und wird mein Bier.


Das Hopfenkochen

Nachdem die Würze nun fertig ist, wird nun in Etappen der Hopfen in die leicht köchelnde Würze - innerhalb von 60 Minuten - eingerührt. Dafür teilt man den Hopfen in 5 gleich Teile. Die ersten 3 werden in den 60 Minuten hinzugegeben - die anderen 2 Teile, nachdem man die Würze auf ca. 80 Grad herunter gekühlt hat.


In der Zwischenzeit hat mein Dad auch gleich ein Treberbrot angesetzt mit unserem eigenen Treber - einfach genial - und auch das Rezept gab es mit dazu von Besserbrauer!


Die Gärung

Nun ist es an der Zeit unser Bier in die Gärflasche zu füllen. Hierbei benötigen wir auch noch Hefe, welche nachher den Restzucker in Alkohol umwandelt.

Also los - unsere tolle Würze ab mit der Hefe in die Gärflasche und schön schwenken, damit sich die Hefe auflöst. Danach den Gärstopfen aufsetzen und ein bisschen Wasser reingeben, damit der Druck entweichen kann.


Die Flaschenreifung

Nach etwas über einer Woche ist es soweit :-) Mein Bier darf endlich in Flaschen abgefüllt werden um dann noch weitere 3 Wochen vor sich hin zu gären. Mit einem mitgelieferten Schlauch wird dass Bier nun abgefüllt. Mein Sohn eignet sich hervorragend dafür! Da es funktioniert wie bei einer Infusion, ist er als Rettungssanitäter dafür prädestiniert !

Nach 3 Wochen Reifezeit kommt mein Bier nun noch für mindestens 2 Tage in den Kühlschrank um die Gärung zu stoppen - tja und dann heisst es Prost !!


Die Kostprobe

Da ich mein Bier so gebraut habe, dass ich genau nach 3 Tagen Kühlschrank in England ankam, durfte ich hier nun mein erstes "Selbstgebrautes" probieren ! Ich bin total

begeistert. Es schmeckt sensationell - I love it !

Es war wirklich alles dabei mit einer super Beschreibung und allem was man braucht. Nur – man benötigt einen riesen Kochtopf! So musste der Topf von der Gulaschkanone ran. Jeder kann also wirklich sein eigenes Bier brauen. Und wenn man mal den Grundstock hat, kann man bei Ihnen auch die Zutaten für sehr wenig Geld nachkaufen -einfach genial ! Ich werde es auf jeden Fall machen !

Und wenn ich wieder Zuhause bin, werde ich erst mal mit Steve die Challenge eingehen und schauen, wer hier das bessere Bier gebraut hat ..... ist ja wohl keine Frage :-)


Cheers !!!

Eure Kiki






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